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Aktivitäten/Aktionen

 

 

Einweihung des restaurierten Quirinusbrunnens am 9. August 2008

Unser Quirinusbrunnen ist wieder da, Gott sei Dank!

Quirinusbrunnen

Rund 800 Jahre hatte er schon dort gestanden, "fest gemauert in der Erden", als das Römerbad entdeckt wurde. Bei der Freilegung des Bades wurde der Brunnen schacht entfernt. Hätte man ihn stehen lassen, dann wäre unser wunderbares Bad noch um eine Attraktion reicher: Ein mittelalterlicher Brunnen, von Mönchen gegraben, die nicht ahnten, dass sie ihn durch ein römisches Bad trieben. Wir wissen selbstverständlich, dass das Loch im Boden und der Brunnen auf dem Platz zusammen gehören; für einen Fremden, der das Römerbad besucht, ist das jedoch kaum zu erkennen. Das muss man den Leuten erst mal erklären, auch den an der Konzeption des neuen Museum beteiligten Fachleuten. Es musste einwandfrei nachgewiesen werden, dass der Brunnen hier oben kein neuzeitliches Dekorationsstück ist, sondern seit Jahrhunderten der Mittelpunkt des Quirinusfestes. Dass von diesem Fest nur noch die Kirmes und eine moderne Version der Pferdesegnung übrig geblieben sind, machte die Sache auch nicht einfacher. Es weiß ja kaum jemand mehr, dass das Quirinusfest am 30. April einmal ein richtig großes Volksfest war.

Aus dem Jahr 1928 gibt es noch Fotos, auf denen eine ansehnliche Menschenmenge um den Brunnen versammelt ist und Fläschchen mit dem heilkräftigen Wasser zum Mitnehmen bereit stehen; Pferde sind allerdings nicht dabei. Um das Fest in seinem ganzen Umfang zu schildern, muss man noch weiter zurückgehen, und davon gibt es natürlich keine Bilder. Da muss man auf den Bericht eines Zeitgenossen zurückgreifen, der dem Pastor vorwirft, bei der Weihe des Brunnenwassers allerlei faulen Zauber zu betreiben. "Es strömen dann" heißt es weiter "...aus mehrstündiger Entfernung die Landleute herbey, um Wasser aus dem so geweihten Brunnen zu schöpfen und mitzunehmen und es gegen Augenübel und dgl. zu gebrauchen. Allein, auch Thiere läßt man von der Weihe profitiren und führt sie, namentlich die Pferde ... zur Tränke an diesen Brunnen." Der Pastor musste sich also rechtfertigen und seiner Erwiderung können wir weitere Einzelheiten entnehmen: "Der heilige Quirin wird seit unerdenklichen Jahren als ein besonderer Schutzpatron unserer Stadt ... verehrt und das Fest immer am Tage selbst begangen, sogar mit einer Procession, worin das hochwüdigste Gut umgetragen wurde, wie ich dies Fest gefeiert schon beim Antrit als Pfarrer 1786 fand. Bey Anwesenheit des hochwürdigsten Bischofs zu Achen... im Jahr 1805 in Zülpich, genehmigte hochderselbe die Feyer in ihrem ganzen Umfang, untersagte jedoch die Umtragung des allerheiligsten Guts, welches auch seitdem unterblieb". Aus noch älteren Quellen wissen wir, dass die Leute Hühner, Tauben, Eier, Flachs, Korn und andere Feldfrüchte als Opfer für den hl. Quirinus mitbrachten.

 
Es muss ein buntes Bild gewesen sein, all diese Leute im Sonntagsstaat mit ihren Körben und Bündeln und mit den Pferden, denen bei der Feier ein ganz spezieller Segensspruch galt, unter den blühenden Obstbäumen, die damals noch auf dem Platz standen. Wenn dann die Segenshandlung vorbei war und die Leute sich um den Brunnen drängten, Verwandte und Freunde in der Menge entdeckten, dürfte auch die Geräuschkulisse beträchtlich gewesen sein.

 
Die Quirinus kirmes wird um 1600 noch als "neuer Markttag Sancti Quirini " bezeichnet. Zunächst wird das wohl ein Krammarkt gewesen sein, essen musste man schließlich auch etwas und da haben sich wohl bald auch Spielleute, Gaukler und Spaßmacher eingefunden.

Das Fest hat sich also nach und nach entwickelt und seit dem 19. Jahrhundert aus mancherlei Gründen viele seiner Bestandteile eingebüßt. Irgendwann sagten die Bauern: "Mir hann jo ke Pääd mieh ", und wir können schon sehr froh sein, dass seit einiger Zeit ein Reiterverein hierher kommt und die traditionelle Pferdesegnung nicht auch noch aufhört. Sie hat ihren Ursprung in der Legende des hl. Quirinus. Die zur erzählen, würde hier zu weit führen; nur so viel: nach seinem Martyrium sollte der Leichnam des hl. Quirinus geschleift, das heißt, im wahrsten Sinne des Wortes durch den Dreck gezogen werden, doch die Pferde, die das tun sollten, ließen sich, wie es heißt, nicht einspannen und sind davongelaufen. Genützt hat es nichts, denn es fand sich ein Ochse für diese Arbeit, aber die Pferde haben sich so die bevorzugte Behandlung am Quirinusfest verdient. Jetzt können sie wieder direkt an den Brunnen kommen, um den traditionellen Segen zu empfangen; vielleicht werden sich dann auch noch mehr Pferdebesitzer zu der Zeremonie einfinden.

Wir haben rund um den Quirinusbrunnen viele schöne Feste gefeiert und ihn in den letzten Jahren sehr vermisst. Nun ist er wieder wie neu, dank der Initiative des Geschichtsvereins.

Ingeborg Vianden, ZGV
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Übrigens: dieser Samstagabend auf dem Quirinusplatz hat € 779.81 Reinerlös erbracht, die auf das Spendenkonto des ZGV fließen.

 
Ganz ist bezahlt sind die Restaurierungsarbeiten damit noch nicht. Wer noch spenden möchte ..... gerne !

Margrit Adams-Scheuer, ZGV

Salentin Ausstellung

Ein Todestag ist wahrscheinlich kein Tag zum Feiern, aber gleichwohl ein Tag des Gedenkens, zumal wenn er sich zum 100. Mal jährt.

Am 6. Juli 1910 , also vor genau 100 Jahren, verstarb der 1822 in Zülpich

geborene Maler Hubert Salentin.

Der Hartnäckigkeit des Zülpicher Geschichtsvereins ist es zu verdanken, dass

aus diesem Anlass, Salentins Werke der Öffentlichkeit endlich mal wieder

präsentiert werden. Ergänzt durch einige private Leihgaben sind die der Stadt

Zülpich vom Maler vermachten Werke Hauptbestandteil dieser von Stadt, LVR

und ZGV veranstalteten Ausstellung.

pdfSalentin756.32 kB

pdfSalentin Flyer543.19 kB

 

Permanente Salentinausstellung

Auch daran ist der Zülpicher Geschichtsverein nicht ganz unschuldig! 

Seit Juni 2012 können Werke von Hubert Salentin ständig angeschaut werden.

 

Dauerausstellung 

Salentin Dauerausstellung 2

http://www.zuelpich.de/index.php/salentin-gem%C3%A4lde.html

 

Touristen-Information

Anlaufstelle für Zülpich Besucher am Wochenende in der Burg

Wo können Besucher unserer Stadt sich informieren, wenn Rathaus und Geschäfte geschlossen sind ? Nirgendwo – bisher.

Seit Juli 2008 schließt der Zülpicher Geschichtsverein   diese Lücke.

In den Hauptbesuchszeiten samstags von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr   wird der vom ZGV eigens dafür hergerichtete Raum in der Burg von Ehrenamtlern geöffnet.

 Preview Flyer GVZ A4 cmyk V4 2013-04-05 Kopie page 001

Kooperation mit Schulen

Geschichtswerkstatt in der Burg als außerschulischer Lernort bewährt        

Einhellig dieser Meinung  waren Haupt - und  Realschule sowie der Zülpicher Geschichtsverein im Rückblick auf das vergangene Schuljahr. So war es nicht  verwunderlich, dass die Beteiligten gemeinsam einen Kooperationsvertrag erarbeiteten und ihn am 29. Juni 2010 in der Burg unterschrieben.                                 

Damit steht fest, dass die Arbeit in der Geschichtswerkstatt   auch in diesem Schuljahr von beiden Zülpicher Schulen (Real- und Hauptschule) fortgesetzt oder sogar noch um ein Kunstprojekt erweitert werden wird.

Auf den Spuren von Malern und Matronen von A. Grundmeier, publiziert unter www.bhu.de

 

Schule in der Zülpicher Geschichtswerkstatt

Mit Pinsel Farben spüren Schülerinnen und Schüler der Realschule und der Hauptschule in Zülpich dem „großen Sohn der Stadt“ nach. Dabei erfahren sie viel über das Leben früherer Generationen und über die kulturlandschaftliche Veränderung ihrer Stadt.

 

Der in Zülpich geborene Hubert Salentin (1822–1910) war gelernter Hufschmied, folgte aber seiner Berufung als Künstler und ging an die Düsseldorfer Kunstakademie – was im 19. Jh. durchaus keine Selbstverständlichkeit war. Seine Genrebilder zeigen die Menschen bei ihrem Tagwerk, in alltäglichen Situationen in ihrem Zuhause und in der nächsten Umgebung – zum Beispiel, wie sie der Predigt eines Kapuzinermönchs am Bilderstock vor den Toren der Stadt Zülpich lauschen. Die Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses beschäftigen sich mit den Motiven dieser Bilder und mit dem Wandel der Stadtansicht und versuchen sich in verschiedenen Maltechniken.

 

 Auch aus der älteren Geschichte Zülpichs gibt es viele Zeugnisse. Dazu gehören u.a. die Matronensteine aus dem 2. bis 3. Jh. n. Chr., die vermutlich von Soldaten der römischen Legionen den drei Göttinnen keltischen Ursprungs geweiht wurden. Wurden also schon in früherer Zeit römische und keltische Traditionen verbunden, werden diese nun künstlerisch in die eigene Gegenwart übertragen, nachgestaltet oder verfremdet.

 

 Die Ergebnisse werden ausgestellt und besprochen. Alle erstellen einen kurzen Text, in dem sie ihr eigenes Werk erläutern und auch etwas zum Originalwerk sagen. So erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblick in den Alltag und das frühere landschaftliche Aussehen der eigenen Umgebung und knüpfen Geschichte an ihre eigene Lebenswelt an. Die Exponate in den Räumen der Geschichtswerkstatt vermitteln zudem gut den Eindruck verschiedener Prozesse des Kulturlandschaftswandels.

Für speziellere Fragen stehen die Bibliothek und das Informationsangebot der interaktiven Ausstellung zur Verfügung.

Außer dem Kunstkurs suchen auch die Geschichts- und Erdkundekurse regelmäßig diesen außerschulischen Lernort auf. In Arbeitsgruppen wurden Teile der Geschichtswerkstatt auch von Schülerinnen und Schülern erarbeitet. 

 

Museumsplatz in Andreas-Broicher-Platz umbenannt

Erstellt 04.06.2012

Museumsplatzumbenennung

Ein eigenes Schild für zu Hause erhielten Andreas und Christine Broicher von den beiden Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Margrit Adams-Scheuer und Ralf Engels. Foto: Röder

Der Platz vor den "Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur" heißt jetzt nicht mehr "Mühlenberg", sondern "Andreas-Broicher-Platz". Damit würdigt die Stadt die Verdienste des Wiederbegründers des Zülpicher Geschichtsvereins für die Errichtung des Museums. Von Kirsten Röder

Zülpich

Der Platz vor den "Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur" heißt jetzt nicht mehr "Mühlenberg", sondern "Andreas-Broicher-Platz". Damit würdigt die Stadt die Verdienste des Wiederbegründers des Zülpicher Geschichtsvereins für die Errichtung des Museums. Zülpichs Bürgermeister Albert Bergmann, die Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Margrit Adams-Scheuer und Ralf Engels, sowie Andreas Broicher selbst enthüllten das neue Straßenschild vor dem Museum.

"Ich bin glücklich, dass ich nicht nur den Steinhaufen hier auf der Baustelle in Zülpich hinterlasse, sondern sogar ein Platz nach mir benannt wird", freute sich 79-Jährige über die besondere Ehrung. Von Engels erhielt er auch gleich ein Duplikat des Straßenschilds für zu Hause: "Damit du nicht immer auf den Platz fahren musst, um nach deinem Schild und dem Rechten zu schauen."

"Endlich... möchte man ausrufen", begann Engels, der Vorsitzende des Zülpicher Geschichtsvereins, seine Rede vor etwa 70 Gästen, darunter auch ehemalige Wegbegleiter Broichers: "Endlich wird jemand, der sich so herausragend engagiert, mal vernünftig gewürdigt." Broicher habe dem Projekt "Museumsareal" eine Eigendynamik gegeben, der sich im positiven Sinne niemand habe widersetzen können. "Du warst der Motor", stellte Engels fest. Alles begann mit der Hiobsbotschaft, dass der bisherige Schutzbau über den Römerthermen, der noch aus den 1930er Jahren stammte, akut einsturzgefährdet sei. Andreas Broicher sah diese Nachricht als Chance für eine bauliche Neugestaltung des "Quartiers Mühlenberg" rund um das Museum und die Kirche St. Peter. Der frühere Stadtdirektor und Bürgermeister Wolfram Ander erinnert sich: "Wir sind damals viele Wege gemeinsam gegangen zu Pontius und Pilatus – und manchmal sind wir auch gekreuzigt worden."

Als man in der Stadt noch darüber diskutierte, ob und wie man die Förderanträge stelle, habe Andreas Broicher schon längst einen Brief an Prof. Dr. Heinz-Günter Horn vom damaligen Städtebauministerium geschrieben und diesen gebeten, das Projekt zu prüfen. Und als das Projekt kurz vor Toreschluss zu scheitern drohte, wurde entscheidend, ob jemand mit großem ehrenamtlichen Engagement dahinterstehe? "Diese Frage konnten wir mit ja beantworten", so Ander. Die Fördergelder in Millionenhöhe seitens des Landes und der NRW-Stiftung wurden bewilligt. "Das Museum ist mittlerweile ein kleines europäisches Kulturdenkmal", sagt Ander.

Absolute Einigkeit im Stadtrat

Bürgermeister Bergmann ist sicher: "In Zukunft, wenn die Touristen das Schild auf dem Platz sehen, werden sie fragen: Wer war Andreas Broicher? Und man wird antworten, dass Andreas Broicher der war, der am Anfang des 21. Jahrhunderts dafür gesorgt hat, dass die Stadt Zülpich dieses tolle Museum der Badekultur bekommen hat." Selten habe er als Bürgermeister so eine überwältigende Einigkeit erlebt, als der Antrag auf die Platzumbenennung gestellt wurde. "Der Stadtentwicklungsausschuss sowie der Stadtrat waren sich sofort einig, dass es eine sinnvolle und gute Ehrung ist", berichtete Bergmann. Denn Andreas Broicher habe sich um die Stadt verdient gemacht.

Er war im Jahr 1993 Wiederbegründer des Zülpicher Geschichtsvereins, später Vorsitzender des Arbeitskreises zum Chlodwig-Jahr 1996, das bundesweit Beachtung fand und 6000 Besucher aus dem In- und Ausland in die Römerstadt lockte. Zugleich sei er der "Vater der Vision" des Museums der Badekultur, das im August 2008 eröffnet werden konnte, und nicht zuletzt Ideengeber zur Einrichtung der Geschichtswerkstatt in der Zülpicher Landesburg.

"Durchsetzungsvermögen, Phantasie und Tatkraft zeichnen Andreas Broicher aus" so der Bürgermeister. Mit diesen Eigenschaften habe Broicher das neue Museumsareal möglich gemacht. Und damit zur Attraktivität des gesamten Mühlenbergquartiers beigetragen, das davor doch eher zum Randgebiet von Zülpich geworden war." Das Ziel hat sich gelohnt" stellt Broicher am Ende fest.

Zur Person

Andreas Broicher, geboren am 30. Januar 1933 in Rondorf, ist ein ehemaliger Brigadegeneral der Bundeswehr. Nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr befasste er sich intensiv mit der Militärgeschichte. So verfasste er ein Buch über den Heeresreformer Gerhard von Scharnhorst. Broicher zog 1988 mit seiner Familie nach Zülpich und war hier sehr rege im Vereinsleben. 1993 reaktivierte er den Zülpicher Geschichtsverein. Für sein Engagement um Geschichte und Kultur von Zülpich erhielt er 2011 den Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes.

 

Nun schon zum zehnten Mal: Der „etwas andere Adventsmarkt“ rund um die Landesburg in Zülpich

Über das Jahr 2006 verteilt  feierte der Zülpicher Geschichtsverein sein 100-jähriges Bestehen mit unterschiedlichen Veranstaltungen.  Den Schlusspunkt bildete der,  von uns genannte,  „etwas andere Adventsmarkt“ im Burginnenhof.

Obwohl nahezu völlig improvisiert und nur von Mitgliedern  des ZGV ehrenamtlich gestaltet, traf der Adventsmarkt auf nicht erwartete Resonanz.

Es war die Atmosphäre, die die Besucher – und auch die Veranstalter des ZGV – begeisterte. 

Die Folge war, dass der Geschichtsverein  nahezu bedrängt wurde, das als einmalig gedachte im nächsten Jahr zu wiederholen.

Der ZGV gab dem Drängen nach.

  • Ehrenamtliche entwarfen, bauten und bemalten  in stundenlanger Arbeit Häuserfronten, die einen Markt-/Dorfcharakter vermitteln.
  • Neue Partner kamen mit ins Boot.
  • Sowohl Zülpicher Geschäftsleute als auch Hobbykünstler stellen ihre adventlichen Waren aus und Klein und Groß werden mit leckeren Speisen und Getränken verwöhnt. 

So werden am 1. Adventswochenende, Samstag ab 16 Uhr und Sonntags ab 11 Uhr,

  • ca. 20 Stände zwischen Burg und St. Peter besucht werden können,
  • werden musikalische Darbietungen – auch vom Burgturm – die Besucher erfreuen,

 

Und wenn Petrus uns gewogen ist, wird es – zumindest was die Atmosphäre anbetrifft – wieder ein „etwas anderer Adventsmarkt“ sein, der die Besucher und Besucherinnen erwartet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

i.A. Margrit Adams-Scheuer

  ( Zülpicher Geschichtsverein)

Eine Idee wird Wirklichkeit

  VOM RÖMERBAD ZUM MUSEUM DER BADEKULTUR

   gewidmet Andreas Broicher

2198 Museum bei Nacht

Römertherme Zülpich - Museum der Badekultur

Vorwort

Lieber Andreas Broicher !

Was soll „man“ Dir schenken? Wieder ein Buch? Was für eine Art von Buch? Eins mit historisch/militärischen Inhalt? Und welches hast Du noch nicht gelesen? –

Lauter Fragen, auf die den Menschen im Vorstand des Zülpicher Geschichtsvereins (ZGV) keine gute Antwort einfel. Erschwerend kam noch hinzu, dass wir nach einem Abschiedsgeschenk Ausschau hielten. Den Wunsch, die Bürde des Vereinsvorsitzes abzugeben, den hattest Du schon lange, immer mal wieder, geäußert; aber wir haben darauf immer wieder geantwortet, dass Du als Vorsitzender das neue Museum eröffnen musst. Dass sich der Eröffnungszeitpunkt soweit verschieben würde und dass Du dazu noch krank werden würdest, das hat niemand ahnen können, geschweige denn gewünscht.

Nun ist es soweit: Du „darfst“ jetzt im Herbst 2009, gut ein Jahr nach der Eröffnung der Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur, Dein Amt niederlegen, in andere Hände geben wie Du sagen würdest. Und was bekommst Du als Abschiedsgeschenk von uns ? ... Ein Buch, ein kleines, ein „Publikatiönchen“!

Sein Inhalt ist nicht militärischer Natur, historisch ist er schon zu nennen. Die ursprüngliche Idee von Professor Horn, eine Dokumentation über die Eröffnungsfeier des neuen Museums seitens des ZGV ( „ Da sollte sich der Geschichtsverein ruhig ordentlich feiern , wenn’s schon kein Anderer tut „ ) zu verfassen, haben wir nicht nur dankend aufgegriffen, wir haben sie erweitert, in dem wir den schwierigen Prozess hin zum neuen Museum chronologisch zusammengefasst haben. Zurückgegriffen haben wir dabei in Teilen auf die, von Dir, Andreas Broicher , mitverfasste Chronik des ZGV.

Der Dokumentation haben wir den Titel des aller ersten Museum - Flyers von 200x gegeben, der da lautete: „Eine Idee wird Wirklichkeit“.

Lieber Andreas Broicher, wir widmen Dir unser kleines Werk ! Nimm es als Zeichen des Dankes für die geleistete Arbeit

im und für den Zülpicher Geschichtsverein,

für die Stadt Zülpich

und ihre Bürgerinnen und Bürger.

Im Namen aller Mitglieder wünschen wir Dir Gottes Segen und versprechen Dir, die Arbeit in Deinem Sinne fortzuführen.

Margrit Adams-Scheuer,

Stellvertretende Vorsitzende

 

Zum Geleit

Altertums-, Geschichts- und Heimatvereine haben eine lange Tradition. Seit Erstarken des Bildungsbürgertums im 19. Jahrhundert fanden sich vielerorts in Deutschland vor allem Lehrer, Geistliche, Universitätsprofessoren, Ärzte, Apotheker, Justitiare, Architekten oder Ingenieure zusammen, um die vornehmlich vor- und frühgeschichtlichen, insbesondere aber römischen Zeugnisse der heimatlichen Geschichte zu erforschen und zu bewahren. Sie gründeten Sammlungen, gaben Zeitschriften heraus, trafen sich in wissenschaftlichen Zirkeln, organisierten Vorträge und Exkursionen. Oft sind es einzelne Persönlichkeiten, an denen sich das Wirken und die Leistung dieser historischen Vereine über die Zeit festmachen lassen.

Nicht anders war und ist es mit dem Zülpicher Geschichtsverein, der – 1906 gegründet – inzwischen auf ein mehr als 100-jähriges Bestehen zurückblicken kann. Seine Mitglieder rekrutieren sich mittlerweile aus allen gesellschaftlichen Schichten. Nach wie vor sind aber Heimatliebe, Engagement und Ehrenamt die tragenden Säulen des Vereinslebens. Mit seinen zahlreichen Impulsen, Aktivitäten und Aktionen bietet er der Bevölkerung Zülpichs immer wieder die Möglichkeit, sich über die lange und wechselvolle Geschichte der  Stadt zu informieren, sie selbst in den Ortschaften fernab des historischen Zentrums als die ihrige zu begreifen und sich mit ihr zu identifzieren. So wird eine Bürgerschaft zusammengeführt, so entstehen Bindungen.

Der Zülpicher Geschichtsverein ist aber zugleich auch das „kulturelle Gewissen“, dasVerwaltung und Politik nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten misst. Insofern kann das Verhältnis zu den dortigen Akteuren nicht immer konfliktfrei sein. Gleichwohl bedürfen beide Seiten einander. Heute wäre es nämlich um dieLebensqualität in einer Stadt ohne, dass sich Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich engagieren, gerade auf dem Gebiet der Kultur, die angeblich nur zu den „freiwilligen“ Aufgaben einer Kommune zählt und sich – das ist die traurige Wirklichkeit - erst recht in Mangelzeiten in den Rathäusern keiner durchsetzungsfähigen Fürsprecher erfreut, schlecht bestellt.

Im letzten Jahrzehnt hatte der Zülpicher Geschichtsverein seine ganze Kraft darauf konzentriert, die im Grunde unzumutbare Präsentation eines der bedeutendsten Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen, die Zülpicher Römerthermen, zu verbessern. Vornehmlich ihm ist es zu verdanken, dass am Ende mit den „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“ sogar ein Neubau eröffnet werden konnte, der architektonisch, konzeptionell und museal überzeugt.

Am Anfang stand - wie ein Werbeprospekt aus dem Jahre 2001 titelte – eine„Idee“, die niemand derart verinnerlicht hatte und so vehement und zielstrebig nach vorne trieb, wie Andreas Broicher, seit 1995 Vorsitzender und „Motor“ des Zülpicher Geschichtsvereins. Er war es, der mit seinem Einsatz und seiner Überzeugungskraft alle mitriss und dem Projekt selbst eine Eigendynamik verlieh, dem kein Ministerium, keine Stiftung, keine Stadtverwaltung, kein Stadtrat und keine Fachbehörden widerstehen konnten. Seine Begeisterung übertrug sich auch auf den Beirat, in dem er nicht nur durch die „Brille“ eines interessierten Laien überaus beherzigenswerte Ratschläge zu geben wusste, sondern auch unter Hinweis auf die sowohl fnanziellen als auch personellen Möglichkeiten des Vereins manche bedrohliche „Klippe“ zu umschiffen half. Auf Andreas Broicher, seine Beziehungen und sein Wort war stets Verlass. Er war einfach der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz.

Umso bedauerlicher, dass Andreas Broicher, der in den Augen vieler wie kaum ein Anderer den Zülpicher Geschichtsverein verkörpert und ihn geprägt hat, aus gesundheitlichen Gründen die Endphase der Museumseinrichtung und -gestaltung nicht mehr persönlich mit begleiten konnte. Ihm war sogar versagt, an der prächtigen Eröffnungsfeier teilzunehmen. Deshalb ist es mehr als nur recht und billig, ihm die Schrift, die diese Veranstaltung in Wort und Bild dokumentiert, in Würdigung seiner außergewöhnlichen Verdienste in großer Dankbarkeit und Verbundenheit zu widmen.

Ansonsten möge Andreas Broicher noch möglichst oft und lange angesichts der „Römerthermen Zülpich – Museum der Badekultur“ sagen können: das ist auchmein Werk!

Und wie recht er damit hat…

Prof. Dr. Heinz Günter Horn

 

Gegen eine Spende kann die Broschüre "Eine Idee wird Wirklichkeit - Vom Römerbad zum Museum der Badekultur -"  im I-Punkt des Geschichtsvereins in der Landesburg erworben werden.

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Erinnerung an jüdische Mitbürger: Stolpersteine in Zülpich (Von Petra Grebe für Eifel Online)

Zülpich: Seit knapp einer Woche sind sie auch in Zülpich zu sehen: Stolpersteine, die zeigen, wo jüdische Mitbürger ihren letzten, selbst gewählten Wohnsitz hatten, bevor sie im Zweiten Weltkrieg deportiert wurden. Seit einigen Jahren verlegt der Künstler Gunter Demnig in Deutschland und Europa diese Stolpersteine. Mittlerweile sind es rund 55.000 in 1.600 Orten. Im nächsten Jahr will Demnig auch Steine in Weißrussland verlegen. Mit dem Projekt möchte der Künstler die Erinnerung an Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig halten.

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Rund 55.000 Steine in ganz Europa hat Gunter Demnig schon verlegt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es einige jüdische Mitbürger in Zülpich, sie nahmen am Stadtleben teil, gingen in ihre Synagoge und waren integriert. Doch mit den Nationalsozialisten wurde alles anders. Noch gibt es Zeugen in der Römerstadt, die sich an jüdische Nachbarn und Freunde erinnern können. „Eine Auseinandersetzung mit der Verfolgung und Deportation jüdischer Familien aus Zülpich war bereits seit langem überfällig. Sie findet mit dieser Verlegung nun auch dauerhaft einen sichtbaren Ausdruck“, sagte Bürgermeister Ulf Hürtgen am vergangenen Freitag vor dem Rathaus.

Dort war die Familie Moritz Sommer ansässig. Hermann-Josef Klinkhammer, Mitglied des Geschichtsvereins Zülpich, erinnerte sich noch an die Familie, denn er wohnte nicht weit entfernt. „Ich wusste erst gar nicht, dass sie Juden waren, bis ich eines Tages den Judenstern auf ihrer Kleidung sah“. Er sei damals zehn Jahre gewesen und habe sofort seine Eltern nach der Bedeutung des Sterns gefragt. Wenige Wochen später war die Familie weg – deportiert – und ihre Möbel und Habseligkeiten aus der Wohnung wurden in die Schützenhalle zur Versteigerung gebracht. Dies sei so üblich gewesen, erklärte Hans-Gerd Dick, Kulturreferent der Stadt Zülpich.

Wie sehr die jüdischen Bürger integriert waren, zeigt das Beispiel der Familie von August Klaber, der in der Münsterstraße ein Malergeschäft führte. Er war Mitglied beim Roten Kreuz, bei den Blauen Funken und im Zülpicher Männergesangsverein. Franz-Josef Schulte, Mitglied des Geschichtsvereins, ließ ein klein wenig die Geschichte der Familie aufleben. Dritte Station war die Von-Lutzenberger Straße, wo die Familie Moses Klaber wohnte. Einige Nachfahren waren zur Stolpersteinverlegung extra nach Zülpich gekommen, so wie Carla Cohn. Ihre Großmutter Sibilla Klaber hatte dort gewohnt. Ihre Mutter habe sich in den Niederlanden verstecken können, erzählte Carla Cohn, ihre Großmutter nicht. „Es fühlt sich an wie eine Beerdigung, denn meine Oma hatte keine.“ Mit diesen wenigen Worten bewegte sie die Bürger, die gekommen waren, um an der Verlegung der Stolpersteine teilzuhaben. Sie legten an allen drei Orten Blumen und Kerzen neben den frisch verlegten Stolpersteinen ab.

Die glänzenden Steine vor den Häusern erinnern nun an die ehemaligen jüdischen Mitbürger.

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Bürgermeister Hürtgen dankte dem Geschichtsverein für die Initiative. Die Mitglieder, allen voran Hermann-Josef Klinkhammer und Franz-Josef Schulte, erforschten zusammen mit Rita Reibold vom Stadtarchiv die Geschichte der jüdischen Familien und legten damit die Grundlage für die Verlegung. Stadtarchivarin Reibold ist zur Zeit dabei, eine umfassende Publikation zum jüdischen Leben in Zülpich vorzubereiten. Eine Hilfe sind ihr dabei die beiden Herren des Geschichtsverein, denn sie kannten noch einige der Familien. Sie sei auf Zeitzeugen angewiesen, meinte Reibold. Bis spätestens Anfang 2017 soll das Werk fertig werden.

 

Kölner Stadtanzeiger       EN 10.10.2011

Kein verstaubtes Heimatmuseum

AUSSTELLUNG In der Landesburg wird die Geschichte der Römerstadt spannend aufbereitet

VON PETRA GREBE

Zülpich. Endlich ist es soweit: Das Herzstück der Geschichtswerkstatt in der Landesburg, die Ausstellung zur Historie, Zülpichs, hat geöffnet. Nach zweijähriger Bautätigkeit können die Besucher nun durch die neugestalteten Räume schlendern und sich mit der Entwicklung der Römerstadt vertraut machen. Federführend dabei ist der Geschichtsverein. In vielen ehrenamtlichen Stunden ist es den Mitgliedern des Arbeitskreises "Nutzung der Landesburg" gelungen, die Zülpicher Historie anschaulich darzustellen. "Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir das am besten machen", erklärte Helmut Limper, der Vorsitzende des Arbeitskreises, am Freitag.

Den üblichen, zuweilen etwas verstaubten Charakter von Heimatmuseen wollte man vermeiden. Also haben sich die Mitglieder des Arbeitskreises einiges überlegt, um die Materie spannend und anschaulich zu präsentieren. Die Ausstellung zeichnet sich durch klare Strukturen aus. Schnell gelingt es, sich zu orientieren, denn die verschiedenen Epochen sind farblich unterschiedlich gestaltet. In fünf Abschnitte ist die Ausstellung unterteilt. Die Vorgeschichte Zülpichs wird dargestellt, dann kommt das erste Jahrtausend mit der berühmten Chlodwigschlacht. Das Mittelalter ist ebenso präsent wie die jüngere Geschichte. Der fünfte Bereich ist epochenübergreifend der Kirche gewidmet. Auf großen Säulen sind die wichtigsten Informationen enthalten. Darüber hinaus hat der Arbeitskreis allerhand Wissenswertes zusammengetragen und in Schubladen untergebracht. Besucher können sie herausziehen und sich intensiver mit einer bestimmten Zeit beschäftigen. Schöne und spannende Ausstellungsstücke, Bilder und Karten gibt es ebenfalls zu sehen: Fundstücke aus der Römerzeit, Tafeln von Napoleon , den Wetterhahn, der einst die Kirche St. Peter zierte, den Schneider-Plan, der Zülpich im 18. Jahrhundert darstellt, und vieles mehr.

Der Arbeitskreis hat auch einen typischen Wohnraum einer bürgerlichen Familie aus dem 19. Jahrhundert eingerichtet. Das Mobiliar stammt von der Familie Hall, die in Juntersdorf mit dem Braunkohleabbau begonnen hatte. Außerdem können sich die Besucher kurze Filme über Zülpich und seine Außenorte ansehen. Der Marketing-Arbeitskreis hat schon viele Führungen durch die Ortsteile angeboten und sie auf Video festgehalten. Bis zum Ende des Jahres soll ein "Turm der Mythen" hinzukommen. Kleinigkeiten in der Präsentation fehlen hier und da noch, doch der Großteil ist fertig und wartet nun darauf, besichtigt zu werden.

Sponsoren halfen

Viel ehrenamtliches Engagement sei notwendig gewesen, um die Ausstellung zusammenzustellen, sagte Ralf Engels, der Vorsitzende des Geschichtsvereins. Doch ohne eine Finanzspritze ging es nicht. Rund 10 000 Euro wurden für die gesamten Arbeiten ausgegeben. Das Geld brachte man mit Hilfe von Sponsoren auf.

Die Geschichte Zülpichs können die Besucher künftig samstags von 13 bis 16 Uhr und sonntags von 11 bis 16 Uhr in der Landesburg erkunden.

Herr Limpert bei der Auswahl

Räume der Geschichtswerkstatt

Dokumente in der Geschichtswerkstatt

 Beitrag von A.Grundmeier publiziert unter www.bhu.de

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